Abschlepp- und Bergungskosten:

Ist nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall Ihr Fahrzeug nicht mehr nutzungsfähig und muss mit fremder Hilfe vom Unfallort entfernt werden, so sind die damit verbundenen Kosten vom Unfallgegner bzw. von seiner Versicherung zu erstatten. Dabei ist zu beachten, dass nur die Kosten erstattet werden, die für den Transport Ihres Fahrzeugs zur nächstgelegenen KFZ-Vertragswerkstatt anfallen. Kosten für das Abschleppen zu einer weiter entfernten Werkstatt oder nach Hause sind nur dann erstattungsfähig, wenn dort die Reparaturkosten entsprechend niedriger ausfallen.

Altschäden:

Altschäden sind selbstverursachte und noch nicht behobene Beschädigungen an Ihrem Fahrzeug. Darunter fallen Unfallschäden, Gebrauchsspuren wie Kratzer, Beulen und Dellen sowie Verschleißteile.

Anmelde- und Abmeldekosten

Auch wenn Ihr Fahrzeug aus unfallbedingten Gründen nicht mehr nutzungsfähig ist, können Anmelde- und Abmeldekosten bei der gegnerischen Versicherung geltend gemacht werden. Sammeln Sie in diesem Fall sämtliche anfallenden Rechnungen.

Augenzeugen:

Zeugen, auch die Polizei am Unfallort, sind vor Gericht enorm wichtig, da bei einem Verkehrsunfall ohne diese meistens Aussage gegen Aussage steht und keine Entscheidung in Ihrem Sinne getroffen werden kann. Eine unabhängige Zeugenaussage zum Unfallgeschehen ist vor dem Gericht somit von großem Wert.

Ausfallkosten/Gewinnentgang:

Entgangenen Gewinn oder Ausfall eines Arbeitnehmers sind ersatzpflichtige Kosten der gegnerischen Versicherung, die jedoch von Ihnen im Einzelfall nachzuweisen sind. Wiederum ist ein Ausgleich bezogen auf einen entgangenen Urlaub oder sonstigen Zeitverlust nicht ersatzpflichtig.

Ausfallzeit:

Wenn Ihr Fahrzeug nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall nicht mehr nutzungsfähig ist, kann während dieser entstandenen Ausfallzeit (Beginn am Unfalltag) ein Ersatzfahrzeug oder alternativ eine Nutzungsentschädigung in Anspruch genommen werden. Ist Ihr Fahrzeug nutzungsfähig und verkehrssicher beginnt diese Ausfallzeit mit dem Beginn der Reparatur und endet mit dem Tag der Abholung von der Reparaturwerkstatt. Bei einem Totalschaden erhalten Sie eine Wiederbeschaffungsdauer von bis zu 20 Kalendertagen (Montag – Sonntag).

Bagatellschaden:

Liegen die Instandsetzungskosten ihres Fahrzeuges niedriger als 750 Euro, handelt es sich hierbei um einen sogenannten Bagatellschaden. Falls es sich um einen Schaden dieser Höhe handelt, kann die gegnerische Versicherung wegen der Schadenminderungspflicht eine Erstattung der Kosten für ein ausführliches Gutachten ablehnen. Er reicht ein Kostenvoranschlag einer KFZ-Werkstatt oder besser noch ein Kurzgutachten von VehicleCheck.

Befundaufnahme:

Ihr Fahrzeug wird nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall von uns zur Beweissicherung und Feststellung der Schadenhöhe und des Schadenumfangs besichtigt. Die Fahrzeugdaten werden Ihrem Fahrzeugschein entnommen und am Fahrzeug verglichen. Während der Besichtigung wird der Zustand Ihres Fahrzeuges (im allgemeinen der unfallbedingte Anstoßbereich, Kilometerstand, Bereifung, Profiltiefe, Vorschäden und Altschäden etc.) protokolliert. Anschließend werden digitale Fotos angefertigt. Diese Vorgehensmaßnahmen sind notwendig, um im Anschluss ein aussagekräftiges, professionelles und neutrales Gutachten für die gegnerische Versicherung anfertigen zu können. Nicht vergessen: Ihnen entstehen dabei keine Kosten.

Betriebsschaden:

Schäden die während des Betriebs Ihres Fahrzeugs entstehen, sind von der Fahrzeugversicherung (Kasko) nicht gedeckt. Das heißt Schäden ohne Einwirkung von außen.

Fiktive Schadensabwicklung:

Bei einer Fiktiven Schadensabwicklung (Geld anstatt Reparatur) auf Gutachterbasis erhalten Sie von der gegnerischen Versicherung die Reparatursumme Ihres Fahrzeugs ohne Mehrwertsteuer.

Freie Gutachterwahl:

Als Unfallgeschädigter haben Sie grundsätzlich das Recht, einen freien Gutachter/Sachverständigen Ihrer Wahl zu beauftragen. Da Ihnen als Unfallgeschädigter keine Kosten entstehen dürfen, muss die gegnerische Versicherung diesen Gutachter bezahlen.

Grobe Fahrlässigkeit:

Bei den meisten Versicherungen ist der Begriff “Grobe Fahrlässigkeit” in den Versicherungsbedingungen (AKB) als Ausschlussgrund angegeben. Dies hat zur Folge dass der Versicherer dem Versicherungsnehmer insbesondere bei grober Verletzung der im Straßenverkehr erforderlichen Sorgfaltspflicht seine Leistungen verweigert.

Haftpflichtschaden:

Gemäß § 249 BGB ist ein Unfallverursacher verpflichtet, dem Unfallgeschädigten im Haftpflichtschadensfall den Schaden zu ersetzen, den er unfallbedingt erlitten hat. Die entstandenen Schadenersatzansprüche werden bei der gegnerischen Versicherung des Unfallverursachers geltend gemacht. Ihnen entstehen dabei keinerlei Kosten.

Kalkulation:

Die Kalkulation Ihres Schadens wird von VehicleCheck mit der PC Software Audatex erstellt. Dieses Kalkulationsprogramm wird täglich aktualisiert und enthält somit umfangreiche Datensätze vieler Automobilhersteller zur Berechnung des entstandenen Schadens. Dies wären unter anderem Arbeitswerte mit vorgegebenen Reparaturweg, Lackierarbeiten und Ersatzteilpreise entsprechend den unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers oder des Importeurs. Weitere Arbeitswerte wie z.B. Ausbeul- und Richtarbeiten werden vom Sachverständigen vorgegeben. Des weiteren wird der Stundensatz Ihrer Reparaturwerkstatt der Kalkulation zugrunde gelegt. Letztlich gewährleistet dies, die kostengünstigste Instandsetzung unter vertretbaren wirtschaftlichen Gesichtspunkten und technischen Voraussetzungen.

Kaskoschaden:

Im Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst verschuldeten Unfall gemäß den Versicherungsbedingungen Anspruch auf Ersatz der unfallbedingten Schäden. Es handelt sich hier ausschließlich um vertragliche Ansprüche, die streng zu trennen sind von den Schadenersatzansprüchen im Haftpflichtschadensfall. Die Höhe der Ersatzleistung richtet sich stets nach den Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). Häufig hat der Versicherungsnehmer im Rahmen eines Kaskoschadens eine Selbstbeteiligung zu zahlen.

Mehrwertsteuer:

Nach der aktuellen Rechtslage wird bei Abrechnung auf der Basis eines Gutachtens (auch fiktive Abrechnung genannt) die Mehrwertsteuer für Schäden an Fahrzeugen im Privatbesitz nicht erstattet. Wird das Fahrzeug in einer Werkstatt nun sach- und fachgerecht instandgesetzt so können Sie, da dort die Mehrwertsteuer wieder angefallen ist, mit einer Reparaturbestätigung die Mehrwertsteuer nachfordern. Befindet sich das Fahrzeug im Betriebsvermögen, wird die Mehrwertsteuer nicht ersetzt, da diese als Vorsteuer bei der Umsatzsteuerabrechnung geltend gemacht werden kann.

Mithaftung:

Ist der Unfallhergang bezogen auf die Schuldfrage nicht eindeutig, so kommt es zur Haftung beider oder mehrerer Unfallverursacher. In diesem Fall wird der Schadenersatz entsprechend einer kalkulierten Quote aufgeteilt.

Nutzungsausfall/ Nutzungsentschädigung:

Wenn Sie als Unfallgeschädigter kein Ersatzfahrzeug anmietet haben, haben Sie gemäß § 249 Abs. 2 BGB grundsätzlich Anspruch auf Geldentschädigung für die Entziehung der

Nutzungsmöglichkeit Ihres beschädigten Fahrzeugs. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung berechnet sich u.a. nach Ihrer Fahrzeugklasse und der Reparaturdauer in Tagen.

Rechtsberatung:

Als Unfallgeschädigter dürfen Sie nach aktueller Rechtslage Ihre Forderungen an die gegnerische Versicherung mit Hilfe eines zugelassenen Rechtsanwalt in Vertretung gelten machen. Die Kosten dafür muss in der Regel die Versicherung des Unfallverursachers übernehmen.

Reparaturdauer:

VehicleCheck analysiert die zu erwartende Reparaturdauer Ihres verunfallten Fahrzeugs im Haftpflichtschaden. In Abhängigkeit von Feiertagen und Wochenenden wird die Dauer in Arbeitstagen festgelegt. Reparaturbedingte Überschreitung durch unerwartete Verzögerungen, z.B. durch Lieferschwierigkeiten von Ersatzteilen oder Standzeiten bei der Lackierung werden zusätzlich berücksichtigt. Die Reparaturdauer dient unter anderem als Grundlage für die Dauer eines angemieteten Ersatzwagens oder Nutzungsausfall.

Reparaturkosten:

Das von VehicleCheck erstellte Schadengutachten beinhaltet alle notwenigen Vorkehrungen zur Instandsetzung der Beschädigungen Ihres Fahrzeuges. Die darauf folgende Reparatur bei einer KFZ-Werkstatt Ihres Vertrauens muss die gegnerische Versicherung in voller Höhe übernehmen. Lassen Sie sich die Reparaturkosten auszahlen (fiktive Abrechnung) kann die Versicherung die Lohnkosten einer Vertragswerkstatt durch einen regionalen Durchschnittswert abändern. Die Mehrwertsteuer und mögliche Nebenkosten wie Fahrzeugverbringung zur entfernten Lackiererei etc. fällt weg. Hat ihr Fahrzeug einen Totalschaden (über 130 %) erlitten, muss die Versicherung die Reparaturkosten nicht zahlen.

Die 130% Regel…:

…tritt in Kraft wenn:

  • Wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert ihres Fahrzeug um nicht mehr als 130% übersteigen.
  • Sie ihr Integritätsinteresse bezeugen indem Sie ihr Fahrzeug nach dem Schadensereignis weiter versichern und es weitere 6 Monate fahren wollen.
  • Die Reparatur im Rahmen des VehicleCheck Schadengutachten sach-und fachgerecht in einer KFZ- Werkstatt mit Rechnung erfolgte.
  • Wenn Sie ihr Fahrzeug mit einer Reparaturbestätigung in Eigenregie reparieren.

Restwert

Der Restwert Ihres verunfallten Fahrzeuges ist dann zu ermitteln, wenn der Schaden über 70% des Wiederbeschaffungswertes liegt oder bereits ein Totalschaden eingetreten ist. Dies ist eine Grundlage für die weitere Gutachtenerstellung. Sogenannte Restwertaufkäufer aus Ihrer Region, die ein Angebot zu Ihrem verunfallten Fahrzeug abgeben werden zu Ermittlung hinzugezogen. Sie können das Fahrzeug dann an den Höchstbietenden verkaufen und sich im Anschluss den Differenzbetrag (zum Wiederbeschaffungswert) des VehicleCheck Schadengutachten auszahlen lassen.

Sachverständigenkosten

Grundsätzlich: Haben Sie einen unverschuldeten Schaden an Ihrem Fahrzeug erlitten, haben sie das Recht selbstständig einen unabhängigen KFZ-Sachverständigen zu beauftragen. Die Gesamtkosten hat in der Regel die gegnerische Versicherung des Unfallverursachers zu zahlen. Auch wenn bereits ein Gutachten von der gegnerischen Versicherung erstellt worden ist und Sie glauben dass etwas daran nicht stimmt: Rufen Sie uns an!

Schadenmeldung:

Haben Sie einen Schaden verursacht, sind Sie laut Versicherungsvertrag verpflichtet den Schaden innerhalb einer Woche zu melden. Haben Sie jedoch einen Unfallschaden erlitten so ist die Meldung des Unfallgeschädigten an die eigene Kfz-Versicherung nicht erforderlich.

Schmerzensgeld:

Wenn Sie bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall verletzt werden, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Schmerzensgeld. Dabei kommt es drauf an wie sehr dabei Ihr körperliches Wohlbefinden beeinträchtigt wird. Ein Fachanwalt im Verkehrsrecht ist dafür genau der richtige Ansprechpartner. VehicleCheck spricht Ihnen gerne eine Empfehlung aus.

Sicherungs-Abtretungserklärung:

Bei der Besichtigung Ihres Fahrzeugs im Haftpflichtschaden können wir Ihnen eine Sicherungs-Abtretungserklärung aushändigen. Mit Ihrem Einverständnis können wir dann die Kosten für die Erstellung des Schadengutachters direkt mit der Versicherung abrechnen. Dabei ist wichtig: Ist der Unfallhergang nicht geklärt und besteht Ihrerseits eine Mithaftung oder Mitschuld, muss ein gewisser Teil der Rechnungsbetrages von Ihnen gezahlt werden.

Totalschaden:

Die zwei Arten eines Totalschadens.

1. Der technische Totalschaden: Ihr Fahrzeug lässt sich nicht wiederherstellen, beispielsweise auf Grund nicht mehr verfügbarer Ersatzteile

2. der wirtschaftlicher Totalschaden: Ihr Fahrzeug ist so sehr beschädigt, dass die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert bei weitem (mehr als 130%) übersteigen.

Umbaukosten:

Auch Umbaukosten (Hifi-Anlagen, Anhängerkupplung etc.) von Ihrem möglicherweise Totalschaden verunfallten Fahrzeug an ein neues können bei der gegnerischen Versicherung geltend gemacht werden. Dies ist mit einer Rechnung der Umbaufirma zu belegen.

Unkostenpauschale:

Sind Ihnen durch den Unfall im Haftpflichtschadenfall Nebenkosten entstanden (Telefonate, Porto und sonstige Ausgaben) so können auch diese bei der gegnerischen Versicherung geltend gemacht werden. Ohne Nachweis ist dies durch einen Pauschalbetrag von aktuell 15,00 € bis 25,00 € bemessen. Entstehen Ihnen eindeutig höhere Kosten, so sind diese im Einzelfall nachzuweisen.

Vorschaden:

Unter einem Vorschaden versteht man einen sach- und fachgerecht instandgesetzter Schaden an Ihrem Fahrzeug.

Wertminderung (merkantile Wertminderung):

Auch wenn Ihr Fahrzeug nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall von einer KFZ-Werkstatt sach- und fachgerecht Instandgesetzt worden ist, handelt es sich nun um ein Unfallfahrzeug. Diese entstandene Differenz zwischen Unfallfahrzeug und Unfallfrei steht Ihnen zu. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Fahrzeug nicht älter als 5 Jahre ist und dessen Fahrleistung nicht mehr als 100.000 Kilometer entspricht.

Wiederbeschaffungsdauer:

Wenn Ihr verunfalltes Fahrzeug einen Totalschaden erlitten hat, so haben Sie die Möglichkeit innerhalb von 20 Kalendertagen ein anderes Fahrzeug zu erwerben. Die Wiederbeschaffungsdauer wird von VehicleCheck in Ihrem Schadengutachten festgelegt.

Wiederbeschaffungswert:

Der Wiederbeschaffungswert (oder auch Händler-Verkaufspreis) ist der Wert/Preis der aufzuwenden ist, um ein vergleichbares, gleichwertiges und gleichartiges Ersatzfahrzeug bei einem regionalen und seriösen Händler zu erwerben. Er ist unter anderem die Kalkulationsgrundlage jedes Schadengutachtens und erstellt einen Vergleich zu den Reparaturkosten. Umfangreiche Einflussgrößen wie notwendige Instandsetzungen u. Aufwendungen, Alter, Marktgängigkeit u. Marktlage, Kilometerlaufleistung, Neupreis, Sonderausstattung u. Zubehör, Bereifung, Vor- und Altschäden, Typen u. Konstruktionsänderung, Einsatzart, werterhöhende Instandsetzungsaufwendungen, Erhaltungszustand, Besitzverhältnisse und Minderwert sind maßgebend.